Zurück zur Eigenständigkeit: Motivation und kleine Schritte nach einem Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall fühlt sich der Weg zurück zur Eigenständigkeit oft überwältigend an. Du bist nicht allein – viele Schlaganfallüberlebende kennen diese Herausforderung nur zu gut. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich mit kleinen Schritten und neuer Motivation Stück für Stück meine Selbstständigkeit zurückgewonnen habe. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie Hoffnung und praktische Unterstützung deinen Alltag verändern können. Schau dir auch diese Tipps zur Motivation an, um deine Motivation zu stärken. 😊 Nina, die ich hier verlinkt habe richtet ihr Angebot eigentlich an Geschäftsgründer, aber ich finde Ihre Ansätze so gut und übertragbar, dass ich sie hier trotzdem aufgenommen habe.

Motivation und Hoffnung finden

Der Weg zur Eigenständigkeit nach einem Schlaganfall kann schwierig sein. Aber mit der richtigen Motivation und Hoffnung kannst du Hindernisse überwinden. Lass dich von anderen inspirieren.

Persönliche Geschichten zur Inspiration

Viele Menschen haben den Weg zurück zur Eigenständigkeit geschafft. Ich will nichts schönreden. Es ist ein anstrengender und steiniger Weg gepflastert mit Rückschritten, Höhen und Tiefen. Aber mit Willen, Disziplin und Unterstützung ist es absolut machbar. Ich habe es vom Rollstuhl über 10 Schritte pro Tag bis zu 1,5 KM Spaziergänge ohne Schmerzen und mit Spaß am Spazierengehen. Klar, dazwischen liegen inzwischen 5 Jahre Reha, viel Anstrengung und viele Tränen. Aber weiß, dass es möglich ist. Weil ich hin und wieder zu Selbstüberschätzung neige , passierte es auch, dass ich eine Wanderungen in den Bergen Mallorcas in Angriff genommen habe, bei der ich am Ende mit dem Auto abgeholt werden musste, weil die Spastik im Fuß durch die Anstrengung so stark wurde, dass ich kaum noch einen Schritt machen konnte. Aber der Teil davor war wunderschön und den nehme ich mit.

  • Tipp: Fordere Dich heraus, aber nimm Hilfe an, wenn es nötig ist.

  • Lesen und teilen: Die Geschichten anderer Überlebender können dir Kraft geben.

Erfahrungen von anderen können dir nicht nur Mut machen, sondern auch wertvolle Tipps bieten. Besuche Plattformen und Foren, wo Betroffene ihre Erfolge und Rückschläge teilen. Hier findest du weitere motivierende Geschichten.

Umgang mit Rückschlägen und Herausforderungen

Rückschläge sind ein Teil des Weges. Wichtig ist, dass du nicht aufgibst. Jeder hat mal einen schlechten Tag, und das ist in Ordnung. Es geht darum, wieder aufzustehen, die Krone zu richten und weiterzumachen.

  • Strategie: Setze dir kleine Ziele und feiere die Erfolge. Sie bauen deine Motivation auf.

  • Erinnerung: Selbst kleine Fortschritte sind wichtig. Sie zeigen, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Manchmal müssen wir unsere Erwartungen anpassen. Ein „verlorener“ Tag bedeutet nicht das Ende deines Fortschritts. Kein Tag ist wirklich ein „verlorener“ Tag. Als ich bei meiner Wanderungen oben nicht mehr gehen konnte, hätte ich denken können es war ein „verlorener“ Tag. Aber die schönen Momente am Anfang der Wanderung waren alles andere als verloren. Außerdem habe ich meine Grenzen getestet (und gefunden). Natürlich war das für meine Begleitung wenig lustig, aber nicht überraschend. Jetzt weiss ich, dass ich so eine Wanderung niemals alleine machen darf. Denke daran, dass jeder Schritt, egal wie klein, ein Fortschritt ist. Und vergiss nicht: Du bist nicht allein auf diesem Weg. Unterstützung ist da, du musst sie nur annehmen.

Kleine Schritte zur Eigenständigkeit

Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt. Diese Schritte bauen aufeinander auf und führen dich näher zu deinem Ziel der Eigenständigkeit.

Praktische Tipps für den Alltag

Beginne mit einfachen Aufgaben, die dir Selbstvertrauen geben. Wenn das Anziehen schwerfällt, teile es in kleinere Schritte auf. Zuerst das Hemd anziehen, dann die Hose. So gewinnst du Kontrolle zurück.

  • Tipp 1: Führe ein Tagebuch deiner Fortschritte. Es hilft, dich auf das Positive zu konzentrieren. Ich habe ein Tagebuch nicht nur über Fortschritte, sondern auch über Rückschritte und allgemeine mentale Verfassung geführt. Das hat mir super beim Reflektieren und Einordnen geholfen.

  • Tipp 2: Verwende Hilfsmittel, die dir das Leben erleichtern. Sie sind eine große Unterstützung. Weil ich gerne Wandern gehe, ist es mir wichtig die richtigen Schuhe zu haben, die ich alleine an und ausziehen kann und die mir die notwendige Stabilität beim Gehen auf steinigen Wegen geben

Kochen ist ein weiteres gutes Beispiel. Klasr ist es nicht wie früher, aber du weisst das Ergebnis definitiv mehr zu schätzen. Und es dauerst länger, ist anstrengender und manchmal frustrierend. Aber einige wenige Hilfsmittel wie Einhänderbrett, scharfe Messer und nicht zuletzt nette Gesellschaft und Hilfe beim Kochen machen es möglich. Beginne mit leichten Rezepten, die wenige Zutaten benötigen. Nach und nach kannst du dich an komplexere Gerichte wagen. Und denk daran, dass jede Mahlzeit, die du selbst zubereitest, ein weiterer Schritt zur Unabhängigkeit ist.

Unterstützung durch Familie und Community 🤝

Familie und Freunde spielen eine zentrale Rolle. Sie können dir nicht nur praktisch helfen, sondern sind auch wichtige emotionale Anker. Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten.

  • Tipp: Plane wöchentliche Treffen mit deiner Community, Freunden oder Familie. Diese Treffen bieten Raum für Austausch und Unterstützung.

  • Vorteil: Mit einer starken Gemeinschaft an deiner Seite fühlst du dich weniger allein.

Die Gemeinschaft kann dir auch dabei helfen, neue Möglichkeiten zu entdecken. Vielleicht lernst du von anderen Überlebenden neue Techniken oder Hilfsmittel kennen, die deinen Alltag erleichtern.

Die Kraft der Gemeinschaft

Eine starke Gemeinschaft kann dir helfen, schneller und sicherer auf deinem Weg zur Genesung voranzukommen. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Vorteile von Austauschgruppen

Austauschgruppen bieten eine sichere Umgebung, um Erfahrungen zu teilen. Sie sind Orte, an denen du verstanden wirst und hilfreiche Ratschläge bekommst.

  • Vorteil 1: Du bekommst direkte Unterstützung und kannst von anderen lernen.

  • Vorteil 2: Der Austausch kann dir neue Perspektiven eröffnen und dir helfen, motiviert zu bleiben.

Es ist erwiesen, dass Menschen, die sich regelmäßig mit Gleichgesinnten austauschen, oft schneller Fortschritte machen. Sie profitieren von den Erfahrungen anderer und fühlen sich weniger allein. Weitere Informationen zur Kraft der Gemeinschaft findest du hier. Wie schon öfter erwähnt, habe ich immer sichergestellt, dass Austauschgruppen einen positiven Einfluss auf mich haben. Vor allem online Gruppen können schnell sehr viel Negativität ausstrahlen. Da habe ich mich dann sofort wieder verabschiedet.

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