Schlaganfälle bei jüngeren Erwachsenen: Ein Weckruf zur Aufklärung

Schlaganfälle treffen längst nicht mehr nur ältere Menschen – immer mehr junge Erwachsene stehen plötzlich vor dieser Herausforderung. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen, sondern auch auf Familien und Freunde, die oft ratlos zurückbleiben. Auch die Lebenssituation spielt bei der Betrachtung der Therapiewahl eine große Rolle. Menschen im Rentenalter z.B. sind zwar genauso von den Folgen betroffen, aber Menschen mitten im Familien- undBerufsleben haben natürlich ganz andere Bedürfnisse. Hinzu kommt, dass Menschen in jüngeren Jahren sich noch nie mit Schlaganfallsymptomen beschäftigt haben und wie ich nicht erkennen, dass sie einen >Schlaganfall haben. Das führt zu völlig verspäteten Einlieferungen ins Krankenhaus – beo mir war es 8 Stunden nach dem Ereignis. Das führt wiederrum zu katastrophalen Schäden. Denn während eine Blockade im Gehirn innerhalb von 4 – 6 Stunden (Faustregel) im Krankenhaus noch aufgelöst werden kann um weitere Gehirnzellen vom Absterben zu retten , schwindet diese Möglichkeit mit jeder Minute. In diesem Beitrag erfährst du, warum Schlaganfall Aufklärung gerade für junge Erwachsene so wichtig ist und wie du dich und andere vor gesundheitlichen Risiken schützen kannst. Weitere Informationen findest du z.B. auf der Website Deutsche Schlaganfallhilfe.

Die Unbekannte Gefahr: Schlaganfälle bei Jüngeren

Die Tatsache, dass Schlaganfälle auch jüngere Erwachsene betreffen können, ist vielen unbekannt. Doch warum sind gerade junge Menschen anfällig?

Warum Junge Erwachsene betroffen sind

Du denkst vielleicht, dass Schlaganfälle nur ältere Menschen betreffen. Doch die Realität sieht anders aus. In den letzten Jahren hat die Anzahl der jungen Erwachsenen mit Schlaganfällen zugenommen. Stress, ungesunde Lebensstile und genetische Faktoren spielen dabei oft eine Rolle. Untersuchungen zeigen, dass 15% der Schlaganfälle Menschen unter 45 Jahren treffen. Das zeigt, wie wichtig es ist, bereits in jungen Jahren auf seine Gesundheit zu achten. Mehr dazu hier.

Häufige gesundheitliche Risiken und Auslöser

Wenn du jung bist, kannst du dich oft unbesiegbar fühlen. Doch einige Risiken lauern im Alltag. Bluthochdruck, Rauchen und ungesunde Ernährung können die Gefahr eines Schlaganfalls erhöhen. Ein Beispiel: Ein junger Mann bemerkte Kopfschmerzen und Taubheitsgefühle, die er ignorierte – bis er einen Schlaganfall erlitt. Solche Vorfälle sind keine Seltenheit. Sie verdeutlichen, wie wichtig es ist, auf Warnzeichen zu achten. Ich habe meine Warnzeichen 1 Jahre lang ignoriert (Genaueres dazu in meinem Buch). Bis es irgendwann zu spät war. Ich wünschte jemand hätte für mich die Notbremse gezogen. So hat es irgendwann mein Körper selbst gemacht.

Schlaganfall Aufklärung für die jüngere Generation

Viele junge Erwachsene wissen nicht, wie sie einen Schlaganfall erkennen oder was sie im Ernstfall tun sollten. Ein erster Schritt ist, die Symptome zu kennen: plötzliche Sprachstörungen, einseitige Lähmungen und Sehstörungen. Die Aufklärung über diese Symptome kann Leben retten. Lerne die Zeichen zu deuten und teile dieses Wissen in deinem Freundeskreis. Mehr Informationen findest du hier.

Prävention und Aufklärung: Schlüssel zur Gesundheit

Sich zu informieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen, kann den Unterschied machen. Prävention beginnt mit kleinen Schritten, die jeder in seinen Alltag integrieren kann.

Wichtige Präventionsmaßnahmen

Möchtest du das Risiko eines Schlaganfalls senken? Dann ist es wichtig, auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Das bedeutet: regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressmanagement. Studien zeigen, dass bereits 30 Minuten Bewegung am Tag das Risiko erheblich verringern können. Auch regelmäßige Gesundheitschecks sind entscheidend. Sie helfen, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Und dennoch: Srlbst all das schützt nicht vor einem Schlaganfall. Wenn Du soviel Pech hast wie ich und ein Loch im Herzen hast, kann es trotzdem zum Schlaganfall kommen. Dann ist es umso wichtiger die Symptome zu kennen (s.o. Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe)

Die Rolle der Aufklärung in der Vorbeugung

Durch Aufklärung können Missverständnisse und Ängste abgebaut werden. Wenn du die Anzeichen eines Schlaganfalls kennst, kannst du schnell reagieren. Aufklärungskampagnen sind essenziell, um das Bewusstsein für Schlaganfälle zu steigern. Sie geben dir die Werkzeuge an die Hand, um im Notfall richtig zu handeln.

Unterstützung von Schlaganfall Überlebenden

Wenn du jemanden kennst, der einen Schlaganfall überlebt hat, ist Unterstützung entscheidend. Viele Überlebende kämpfen mit den Folgen, sei es körperlich oder emotional. Als Freund oder Angehöriger kannst du einen großen Unterschied machen. Zeige Verständnis, biete Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben und ermutige zur Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen.

Gemeinsam stark: Unterstützung und Gemeinschaft

Gemeinsam stark zu sein, bedeutet, sich gegenseitig zu unterstützen. Die Rolle der Gemeinschaft darf nicht unterschätzt werden.

Wie Angehörige helfen können

Angehörige spielen eine Schlüsselrolle im Genesungsprozess. Du kannst helfen, indem du ein offenes Ohr bietest und bei der Bewältigung des Alltags hilfst. Oft sind es die kleinen Dinge, wie das Erinnern an Arzttermine, die den größten Unterschied machen. Unterstütze die Betroffenen, indem du sie ermutigst, ihre Ziele zu verfolgen und nicht aufzugeben. Wie man am besten hilft – nicht nur bei Schlaganfallüberlebenden – beschreibe ich aus meiner Sicht detailliert in meinem Buch

Die Kraft der Gemeinschaft für Betroffene

Eine starke Gemeinschaft kann Wunder wirken. Austausch mit anderen Betroffenen gibt Kraft und Hoffnung. Gemeinsam kann man Erfahrungen teilen, die sonst vielleicht unerwähnt bleiben würden. Dies fördert nicht nur das Verständnis, sondern auch die emotionale Heilung.

Mit Lost In Life Hoffnung und Unterstützung finden

Seit den ersten Tagen im Krankenhaus und vor allem durch die 3-monatige Reha hindurch habe ich mir gewünscht mich mit anderen austauschen zu können. Damals konnte ich nichts finden, dass einen Austausch ermöglicht hat. Klar trifft man in der Reha andere Betroffene, aber die Lebensphasen waren so unterschiedlich, dass wir zwar oft zusammen gelacht und geweint haben, aber es war nicht der Austausch, den ich mir gewünscht hatte. Das einzige Format, dass ich irgendwann nach einiger Zeit gefunden habe war von Amy – eine Australierin, die auch zu jung durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmt war. Mit ihr zu schreiben war ein toller Anfang. Sie hatte einen internationalen Zoom Call ins Leben gerufen, der aufgrund von Zeitzonen für mich leider nicht machbar war. Dennoch ist Amy eine große Inspiration gewesen. Und letztlich auch dazu beigetragen, dass ich mein Buch wirklich geschrieben habe. Ich hatte in einem früheren Artikel schon einmal geschrieben, dass ich ähnliche Projekte wie das von Amy starten möchte um uns eine Plattform zu geben. Konkret fallen mir 3 Ansätze ein, die ich verfolgen möchte:

  1. Einen ganz einfachen „Stuhlkreis“ in meinem lokalen Krankenhaus in Hamburg, in dem ich damals war.

  2. Einen monatlichen Online Termin um über den engen Umkreis hinauszuwirken.

  3. Ein Netzwerk von Freiwilligen, die sich lokal organisieren können um persönliche Gespräche zu führen.

Themen gibt es für diese Runden ausreichend. Meine Schwierigkeit ist, dass das alles oranisiert werden muss und neben Kind, Vollzeit Job, Buch, Therapien und de eigenen Leben überfordert mich das manchmal. Aber das schreckt mich nicht zurück. Es wird einfach nur ein anderes Tempo sein als früher. Wenn Du Lust hast hast dich an dem ein oder anderen Projekt zu beteiligen, hinterlass mir gerne eine Nachricht in den Kommentaren.

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