Gemeinschaft und Peer-Support: Ein Schlüssel zur erfolgreichen Rehabilitation nach einem Schlaganfall
Viele Schlaganfallüberlebende fühlen sich in der Rehabilitation oft allein und überfordert. Genau hier zeigt sich, wie wichtig Gemeinschaft und Peer-Support für Motivation und Genesung sind. In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber, warum der Austausch mit anderen Betroffenen für mich einen Riesenunterschied gemacht hat – und wie du Teil der Lost In Life Community wirst, um Unterstützung und Inspiration zu finden. Dabei ist es fast zweitrangig, ob die Gemeinschaft genau das gleiche Krankheitsbild hat. Ich habe meine Gmeinschaften in zwei Gruppen unterteilt: Menschen, die ein Trauma durchlebt haben mit denen ich mich über Strategien der Traumabewältigung und Wege aus der Depression unterhalten konnte und als zweite Gruppe Menschen, die auch einen Schlaganfall mit Mobilitätseinschränkungen als Folge hatten. Mit diesen Menschen konnte ich mich zu konkreten Therapiemöglichkeiten in meiner Situation austauschen.
Die Bedeutung von Gemeinschaft

In der Zeit nach einem Schlaganfall ist das Gefühl, allein zu sein, oft überwältigend. Doch genau hier kann die Gemeinschaft einen wertvollen Beitrag leisten.
Warum Gemeinschaft wichtig ist
Gemeinschaft bietet Halt und Verständnis, das sich nicht in Worte fassen lässt. Wenn du von Menschen umgeben bist, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, fühlst du dich weniger isoliert. Du bist nicht allein in deinen täglichen Kämpfen. Diese Verbindung kann der Schlüssel dazu sein, motiviert zu bleiben und kontinuierlich Fortschritte zu machen.
Einige Studien zeigen, dass Menschen, die sich in einer unterstützenden Gemeinschaft befinden, schneller und effektiver genesen. 85% der Schlaganfallüberlebenden berichten, dass der Austausch mit anderen ihre Genesung positiv beeinflusst hat. Diese Statistik unterstreicht die Stärke, die in der Gemeinschaft steckt. Denn hier findet man nicht nur Trost, sondern auch Inspiration und Kraft für den eigenen Weg.
Persönliche Erfahrungen in der Community
Ein Beispiel aus der Lost In Life Community zeigt, wie kraftvoll solche Verbindungen sein können. Anna, eine Überlebende, war am Anfang ihrer Rehabilitation ängstlich und unsicher. Durch den Austausch mit anderen fühlte sie sich zum ersten Mal verstanden und akzeptiert. Sie fand Freunde, die ihre Herausforderungen teilten und mit denen sie ihre Erfolge feiern konnte.
Ein paar ihrer Einsichten waren:
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Gemeinsame Herausforderungen: Zu wissen, dass andere dieselben Hürden überwinden müssen, gibt Mut.
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Motivation durch andere: Die Fortschritte der anderen motivieren, selbst nicht aufzugeben.
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Gemeinsame Erfolge: Jeder kleine Erfolg wird in der Gruppe gefeiert und gibt Antrieb für mehr.
Unterstützung durch Lost In Life
Seit den ersten Tagen im Krankenhaus und vor allem durch die 3-monatige Reha hindurch habe ich mir gewünscht mich mit anderen austauschen zu können. Damals konnte ich nichts finden, dass einen Austausch ermöglicht hat. Klar trifft man in der Reha andere Betroffene, aber die Lebensphasen waren so unterschiedlich, dass wir zwar oft zusammen gelacht und geweint haben, aber es war nicht der Austausch, den ich mir gewünscht hatte. Das einzige Format, dass ich irgendwann nach einiger Zeit gefunden habe war von Amy – eine Australierin, die auch zu jung durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmt war. Mit ihr zu schreiben war ein toller Anfang. Sie hatte einen internationalen Zoom Call ins Leben gerufen, der aufgrund von Zeitzonen für mich leider nicht machbar war. Dennoch ist Amy eine große Inspiration gewesen. Und letztlich auch dazu beigetragen, dass ich mein Buch wirklich geschrieben habe. Ich hatte in einem früheren Artikel schon einmal geschrieben, dass ich ähnliche Projekte wie das von Amy starten möchte um uns eine Plattform zu geben. Konkret fallen mir 3 Ansätze ein, die ich verfolgen möchte:
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Einen ganz einfachen „Stuhlkreis“ in meinem lokalen Krankenhaus in Hamburg, in dem ich damals war.
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Einen monatlichen Online Termin um über den engen Umkreis hinauszuwirken.
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Ein Netzwerk von Freiwilligen, die sich lokal organisieren können um persönliche Gespräche zu führen.
Themen gibt es für diese Runden ausreichend. Meine Schwierigkeit ist, dass das alles oranisiert werden muss und neben Kind, Vollzeit Job, Buch, Therapien und de eigenen Leben überfordert mich das manchmal. Aber das schreckt mich nicht zurück. Es wird einfach nur ein anderes Tempo sein als früher. Wenn Du Lust hast hast dich an dem ein oder anderen Projekt zu beteiligen, hinterlass mir gerne eine Nachricht in den Kommentaren.
Die Kraft des Peer-Supports

Ein weiterer, entscheidender Faktor für die Genesung ist der Peer-Support. Dieser geht über das bloße Gefühl der Gemeinschaft hinaus und hat direkte Vorteile für den Heilungsprozess.
Wie Peer-Support den Heilungsprozess fördert
Peer-Support wirkt wie ein Katalysator für die Genesung. Wenn du von jemandem unterstützt wirst, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, fühlst du dich nicht nur emotional gestärkt, sondern auch praktisch unterstützt. Menschen, die Peer-Support in Anspruch nehmen, zeigen schnellere Fortschritte in ihrer Rehabilitation.
Die persönliche Verbindung mit einem Peer gibt dir das Gefühl, verstanden zu werden. Diese Beziehungen fördern auch den Austausch von Tipps und Strategien, die das Leben nach einem Schlaganfall erleichtern können. Durch den Peer-Support erhältst du nicht nur emotionale Unterstützung, sondern auch praktische Hilfe, die dir den Alltag erleichtert.
Praktische Tipps für den Peer-Support
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Regelmäßige Treffen: Plane wöchentliche oder monatliche Treffen mit anderen Überlebenden.
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Offenheit: Teile deine Herausforderungen und Erfolge offen mit deinen Peers.
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Aktives Zuhören: Höre den Geschichten und Ratschlägen der anderen aktiv zu und lerne daraus.
Meine Geschichte
Gerne gebe ich mich her um Inspiration und Motivation durch meine Geschichte zu spenden. Nicht zuletzt habe ich durch Austausch in Gemeinschaften mein Leben wieder eingefangen und mich neu aufgestellt. Meine Erfahrungen haben mich inspiriert, Lost In Life als mehr als nur ein Buch zu sehen. Wenn wir es schaffen daraus eine Gemeinschaft, die Kraft und Motivation gibt, um auch anderen Betroffenen diese wertvolle Unterstützung zu bieten, wäre dasd eine tolle Sache. Sobald ich die nächsten Schritte bzgl. der oben erwähnten Projekte gehe, teile ich die Infos hier, auf meiner Webseite und meinem Insta Profil @lost.in.life.schlaganfall
Einige von meiner Erkenntnisse aus den Gemeinschaften:
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Glaube an dich: Andere Überlebende ermutigten ihn, nie aufzugeben.
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Teilen ist heilen: Durch das Teilen unserer Geschichten konnten wir uns gegenseitif stärken.
Motivation und Genesung

Selbst mit der besten Unterstützung gibt es Momente der Unsicherheit. Doch genau hier liegt der Schlüssel zur Motivation und Genesung.
Inspiration durch gemeinsame Erlebnisse
Erlebnisse mit anderen Überlebenden können dir zeigen, dass du viel mehr erreichen kannst, als du vielleicht glaubst. Diese gemeinsamen Erfahrungen schweißen zusammen und geben dir ein Gefühl der Zugehörigkeit. Du bist Teil einer Gruppe, die zusammen durch Höhen und Tiefen geht.
Motivation finden in herausfordernden Zeiten
Herausforderungen gehören zur Genesung dazu, aber sie müssen dich nicht entmutigen. Wichtig ist, dass du in schwierigen Zeiten nach Unterstützung suchst und dich an die gemeinsamen Erfolge erinnerst, um Motivation zu schöpfen. Denke daran, dass jeder kleine Fortschritt zählt und gefeiert werden sollte.
Ein Aufruf zur Gemeinschaftsbildung
Jetzt ist der Moment, um aktiv zu werden und Teil dieser unterstützenden Gemeinschaft zu werden. Der erste Schritt ist, dich in einem Netzwerk zu engagieren, das dir den Rücken stärkt und dich auf deinem Weg begleitet. Das kann lokal bei dir in der Nähe sein oder auch gerne hier mit mir (Hinterlass mir einfach einen Kommentar oder schreibe mich über Email oder Insta an.) Denn je länger du wartest, desto mehr verpasst du die Vorteile, die eine starke Gemeinschaft bieten kann.
